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Prof. Dr. Bruno Müller - Clostermann gewinnt das Pokalfinale

Prof. Dr. Bruno Müller-ClostermannDramatik pur im Finale

Oft sieht der Laie das Schachspiel als langweilig und uninteressant an und wie soll es bei solch einem Spiel zu echter Spannung kommen?

Wie das geht zeigten uns die beiden Finalisten der Essener Pokalmeisterschaft Bruno Müller - Clostermann (Sportfr. Katernberg) und Martin Schettki (Germania Kupferdreh). Die erste Überraschung gab es bereits im ersten Zug, als der Katernberger mit Sf3 eröffnete, obwohl er bislang in allen mit weiß geführten Partien den Schlagabtausch mit 1.f4 begonnen hatte. Trotz der Tatsache, dass dadurch sämtliche Vorbereitungen von Martin Schettki dahin waren, ließ dieser sich nicht überraschen und erreichte schnell Ausgleich. Leichteste Fehler konnte er nutzen und seine Stellung immer weiter verbessern. Bereits im Mittelspiel gewann er einen Bauern, obwohl ich hier von einer sehr guten Verteidigungsarbeit durch Bruno Müller – Clostermann sprechen möchte. Diese kostete allerdings viel Zeit, so dass er nahezu 20 Züge blitzen musste. Doch auch hier fand er immer die passende Antwort und kam in ein remisverdächtiges Endspiel, welches dann schließendlich auch genauso endete.

Also wurde die Pokalmeisterschaft des Jahres 2010 im Blitzen entschieden. Erst seit diesem Jahr spielt Bruno Müller – Clostermann wieder Schach, nach 35 Jahren Pause. Hat der „Badische Jugendmeister“ aus den 60er Jahren noch das Gefühl für Blitzschach? Um es vorweg zu nehmen, ja er hat! Doch da Martin Schettki ebenfalls kein schlechter „Blitzer“ ist, sollte es zu zwei Blitzpartien von unglaublicher Qualität kommen. Die Kiebitze staunten nicht schlecht, als Bruno Müller – Clostermann mit den schwarzen Steinen gekonnt seine Figuren in Szene setzte und seinen Gegner überspielte: 1:0. Aber auch Martin Schettki war an diesem Tag wohl den schwarzen Steinen mehr gewogen und hatte im Endspiel mehrere Freibauern und die klar bessere Stellung. Was er nicht mehr hatte war die Zeit und die Ruhe, so dass er ein „Racheschach“ von Bruno Müller – Clostermann übersah und damit auch diese Partie verlor.

Die Essener Schachgemeinschaft verneigt sich also vor dem Junggebliebenen neuen Pokalsieger

Bruno Müller - Clostermann

 

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