Ruhrhalbinsel Open: Neustart geglückt

Dieser Mann muss es wissen. Oleg Kornejew hat Hunderte Schach-Turniere auf der ganzen Welt gespielt. „Dieses Turnier in Essen ist wirklich erste Klasse. Mir hat es großen Spaß gemacht“, sagte der 53-jährige Russe, der seit 2012 für Spanien an den Schachbrettern sitzt. Mit 6,5 Punkten aus sieben Partien gewann Großmeister Korneev das 35. Ruhrhalbinsel Open in Essen-Überruhr.

Erstmals seit vier Jahren konnte das größte Essener Schach-Turnier wieder an den Brettern mit klassischer Bedenkzeit gespielt werden. Die Corona-Krise hat allerdings nicht nur negative Auswirkungen auf das Schach gehabt. Keine Sportart eignet sich so ideal für das Internet wie das königliche Spiel. Und so haben in der Zeit des coronabedingten Kontaktverbots viele neue und erfreulicherweise auch junge Spieler zum Schach gefunden. Die Ausrichter des Ruhrhalbinsel Open, der Verein Germania Ruhrhalbinsel, musste sogar Teilnehmer abweisen, weil die Resonanz so gewaltig war. „Leider durften wir in den Räumlichkeiten nur 120 Spieler antreten lassen“, erklärt Turnierleiter Hannes Schäfer. Die Organisatoren hatten mit ihren fleißigen Helfern alles dafür getan, dass die Spieler ideale Bedingungen vorfanden. Vom ruhigen Turniersaal über geeignete Analyseräume bis zur ebenso sehr guten wie preiswerten Verpflegung. 

Mit Daniel Hausrath vom Bundesligisten Mülheim-Nord landete mit 6 Punkten ein weiterer Großmeister auf dem zweiten Platz beim Essener Traditionsturnier. Der 47-Jährige ist Stammgast beim Ruhrhalbinsel Open. Schon fünfmal holte er sich den Turniersieg. „Natürlich sind wir alle sehr glücklich, dass wir uns wieder an den Brettern gegenübersitzen können“, sagt er. „Und hier in Überruhr stimmt alles. Die Atmosphäre ist super, das Spiellokal ist sehr gut und ich kann meinen Sohn mitbringen.“ Und so schaute Hausrath auch immer wieder mal am Brett seines Sohnes Frederic vorbei, der mit zehn Jahren der jüngste Schachspieler auf der Ruhrhalbinsel war.

Die Mannschaftswertung gewannen die Schachfreunde Katernberg. Für den einstigen Bundesligisten saßen neben den erfahrenen Kyrill Scheck und Martin Villwock auch einige junge Talente wie Collin Goldkuhle, der auch einen Ratingpreis gewann, und Nils Berresheim an den Brettern. Einen Ratingpreis sicherte sich auch Torsten Bühn (SK Holsterhausen). Als beste Frau wurde Kordula Lebioda-Dette (SF Werden) ausgezeichnet.

Vom Veranstalter Germania Ruhrhalbinsel landeten Kevin Zagrabski mit 4,0 Punkten als bester Teilnehmer auf dem 37. Platz. Mit ebenfalls 4,0 Punkten belegte Friedhelm Degner den 44. Rang. Ihre DWZ-Zahlen konnten Daniel Scheufele (85./3,0 Punkte) und Dennis Heimannsberg (96./2,5 Punkte) deutlich steigern.

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